| Schon wieder war ein
Jahr um. Aus terminlichen Gründen war der Ausflug dieses Jahr erst im März
geplant. Daher dachten Einzelne an eine Anreise von Blumenstein her mit dem Auto
direkt bis vor die Alphütte. Und wer hätte noch Mitte Februar gedacht, dass die
Schneeverhältnisse in der ersten Märzhälfte so viel Weiss bedeuteten. So war die
klassische Anreise über Wasserscheide und hinunter durch den Schnee auch noch
Mitte März Realität.
Drei Familien mit zusammen 13 Personen fuhren deshalb auf Skiern respektive Snowboards oder marschierten auf Schneeschuhen von der Wasserscheide hinunter zur Alp Tschingel. 13 Personen? Nein, nur 12. Denn eine Person durfte mit dem Pistenfahrzeug die Reise von der Wasserscheide zum Tschingel antreten. Keine Frage der Bequemlichkeit, sondern verletzungsbedingt war es Brigitt nicht möglich, aus eigener Kraft die 200 Höhenmeter zu überwinden. Aus mindestens zwei Gründen waren wir dafür, dass Brigitt das Wochenende dennoch im Tschingel verbringen konnte: Erstens wäre ohne Brigitt das Wochenende im Tschingel unvorstellbar und zweitens war es eine Annehmlichkeit, dass ein Grossteil des Gepäcks mit dem "Patiententransport" in den Tschingel mitgekarrt wurde. Noch nie war es für uns so locker und leicht, fast gepäcklos die Fahrt von der Wasserscheide zum Tschingel zu unternehmen. Auch dieses Jahr konnten leider nicht alle
Personen zur gleichen Zeit anreisen. Christof und Brigitt waren schon zeitig am
Freitag unterwegs und sorgten für eine aufgeheizte Alphütte bei Ankunft der
anderen Gäste. Aus "verdauungstechnischen" Gründen verbrachte Domi die Nacht auf
Samstag zu Hause und traf nach dem Mittag ein. Marlies konnte sich an der Arbeit
nicht vertreten lassen, so dass sie erst am späteren Samstag Nachmittag auf dem
Gurnigel eintraf. Das Nachtessen am Freitag bestand wiederum aus Spaghetti, dazu Sauce mit oder ohne Fleisch. Später gab es Schokoladen- und Vanille-Creme..., oder beides. Brigitt, Trix und Thomas sorgten sich darum, dass
die Limetten und der Wodka nicht wieder nach Hause genommen werden mussten und
fanden es an der Zeit, diese Lebensmittel zu verarbeiten. Für die Zubereitung
war heuer Thomas zuständig. Anstatt Crash-Eis wurde Schnee verwendet, doch das
war für den Geschmack irrelevant. Anstatt Suppe mit Wienerli wurden für den mittäglichen Hunger die Spaghetti-Reste vom Vorabend gebraten. Dazu gab es gebratene Cervelats. Florence half beim Kochen und auch bei der anschliessenden Zwischenreinigung des Bodens. Im Verlaufe des Nachmittags holte Thomas Marlies in Belp ab. Sie kamen bei beginnender Dämmerung im Tschingel an. Domi's Fondue war wie immer ein Genuss. Dieses Jahr erfolgte die Zubereitung wieder mit Kirsch, da alle Lebensmittel es bis zum Tschingel schafften. Etwas zeitversetzt wurde gegessen, zuerst bekamen die Kinder ein Caquelon, danach die Erwachsenen. Dieses Jahr ass Thomas nicht mehr alleine die Schalotten und Knoblauch-Zehen, was sich zeitverzögert zwar noch bemerkbar machte, aber nicht mehr so stark wie letztes Jahr. Obwohl mehrere Liter Coca Cola in den Tschingel transportiert wurden, blieben diese unberührt. Grund? Wir haben nicht mehr daran gedacht. Erst am nächsten Morgen kam uns in den Sinn, dass wir ja zur besseren Verdauung des Fondues Coca Cola mitgenommen hatten. Thomas stellte noch einmal Caipiroschkas her. Doch schien die richtige Zubereitung vergessen gegangen: Die Reihenfolge stimmte nicht, denn die Limiten waren nicht zerdrückt, Limetensaft war hoch dosiert und der Rohrzucker fehlte. Und da der Schnee schon in den Gläsern drin war, gestaltete sich die "Korrektur" hin zur Trinkfertigkeit etwas schwierig. Da viele Müdigkeitserscheinungen hatten (Cola
trinken vergessen?), legten wir uns schon bald schlafen. Wir entschlossen uns, auf ein Mittagessen im Tschingel zu verzichten und stattdessen später im Skiliftbeizli etwas zu essen, nachdem die Kinder für ca. 2 Stunden am Skilift waren und die wenig befahrenen Pisten nutzten. Das Pistenfahrzeug war auf ca. 14:00 bestellt und transportierte neben Brigitt auch einen grossen Teil des Gepäcks wieder hinauf zur Wasserscheide. Christof würde zusammen mit Domi die Reinigung der Alphütte übernehmen und dann mit den Schneeschuhen hinauflaufen. Der "Aufstieg" hinüber zur Skipiste, um danach
zum Skilift hinunter zu fahren, führte trotz wenig Gepäck
zum Schwitzen, dies bei bedecktem respektive leicht nebligem Wetter und eher
frühlingshaften Temperaturen. Auf dem Skilift spürte man aber rasch, dass die
Temperaturen nicht viel über Null Grad lagen. Pistenverhältnisse |