Tschingel-Weekend (1. - 3. Februar 2008) - Übersicht

3 Familien aus dem Seeland reisten wieder - bald zum 10. Mal - ins Gebiet Gantrisch Gurnigel für ein Wochenende im Schnee, organisiert von Familie Imbach aus Wiler. Dabei waren 6 Erwachsene und 7 Kinder.

Da nicht alle Familien zur gleichen Zeit anreisten, trafen wir uns am Freitag nachmittag direkt auf der Alp. Da alle Kinder ihren Anteil an Gepäck trugen, reichte wiederum 1 Fahrt von der Wasserscheide hinunter zur Alphütte. Dank frühzeitiger Anreise von Familie Imbach war die Hütte bei Ankunft der Familien Leu und Girod schon angewärmt.

Teilweise führte das Gewicht am Rücken bei der Fahrt hinunter zum Tschingel zu ungewollten Stürzen, Ausrufe hat der Schreibende aber nicht gehört. Wie sich erst später herausstellte, flog bei einem Sturz eine Flasche mit Kirsch aus dem Rucksack und landete im Schnee. Bei der Suche am nächsten Tag war die Flasche wegen des Neuschnees und dem darob umherkurvenden Pistenfahrzeug nicht mehr auffindbar.

Rasch gewöhnten wir uns wieder an die schwachen Lichtverhältnisse bei Petroleumlicht. Fast alle hatten ihre Taschenlampe dabei oder kamen gut zu zweit mit einer Lampe aus.

Das Nachtessen am Freitag bestand aus Spaghetti, dazu Sauce mit oder ohne Fleisch. Zum Trinken gab es Tee oder Wein, letzteres natürlich nur für die Erwachsenen.

Der Weg durch den Alpstall bis zum Plumpsklo wurde nicht kürzer und glücklicherweise windete es nur wenig, so dass der Gang durch den zugigen Stall weniger störte als auch schon. Gerne kuschelt man sich nach dem Gang aufs Klo wieder in den Schlafsack. Die Zivilisation hat schon ihre Vorteile...

Damit wir von den mitgebrachten Ess- und Trinkwaren möglichst wenig wieder zurücktragen mussten, "bestellten" einige schon am Freitag abend zu vorgerückter Stunde einen oder zwei Caipirinha's. Vielen Dank dem Caipirinha-Zubereiter!

Je nach Schlafbedürfnis standen wir am Samstag zu verschiedenen Zeiten auf und genossen ein ausgiebiges Morgenessen. Danach
bauten die Kinder an der Schneehütte weiter oder vergnügten sich beim Schneerutschen respektive Hockey spielen. Weil beim Brunnen vor dem Haus kein Wasser lief, konnte dem Eisfeld der Feinschliff nicht verpasst werden.

Aufgrund des Wetters war die Lust aufs Pisten-Skifahren zu gering und ruhigere Stunden angesagt. Fünf Erwachsene unternahmen zu Fuss - ohne Schneeschuhe - eine Wanderung hinauf zum Skilift-Beizli. Bei starkem Schneefall trafen sie in der Beiz ein. Pause mit Glühwein. Bei der Rückkehr führte der viele Schnee in Muldenlagen zum Einsinken bis zu den Hüften.
Thomas blieb im Tschingel und bereitete den Kindern das Mittagessen zu (Tomaten- und Minestrone-Suppe mit Brot und Wienerli). Die jüngsten zwei ergriffen die Gelegenheit der abwesenden Eltern, Kaffee zu trinken und auch den draussen spielenden Geschwistern welchen anzubieten. Da die Ausflügler später als erwartet von der Wasserscheide zurückkehrten, nutzte Thomas das fast leere Haus für eine Zwischenreinigung.

Um die Zeit bis zum Nachtessen zu "überbrücken", kamen die Caipirinha-Fans unter den Erwachsenen voll auf ihre Kosten.

Am Samstag abend der kulinarische Höhepunkt des Wochenendes mit dem von Domi zubereiteten Fondue. Wie immer ein Genuss, auch ohne Kirsch! Wiederum wurde zeitversetzt gegessen, zuerst die Kinder und danach die Erwachsenen. Da Thomas als Kind gelernt hat, dass ausgegessen wird, verschwanden in der Fondue-Pfanne alle Schalotten und Knoblauch-Zehen, was zeitverzögert in der Nacht und am nächsten Tag zu luftigen Geräuschen führte.

Am Sonntag gab es wiederum Frühaufsteher und Langschläfer, zu ausgiebigem Morgenessen je nach Lust und Laune reichte es allen. Für den obligaten Eintrag im Gästebuch waren die Kinder gerne zu haben. Danach ging es ans Zusammenpacken. Vor der Abreise blieb den Kindern Zeit zum Spielen im Schnee.

Währenddem die Kinder und ein Teil der Erwachsenen sich auf den Weg hinauf zur Wasserscheide machten, reinigten Brigitt, Marlies und Christof die Alphütte und folgten alsbald.
Der teilweise Aufstieg zur Querung der Schluchten hinüber zum Skilift war - trotz leichterem Gepäck - anstrengend. In der warmen Kleidung kam man schnell ins Schwitzen, auf dem Skilift spürte man aber rasch wieder, dass die Temperaturen um Null Grad lagen.

Die Erwachsenen genossen bei herrlichem Wetter und Glühwein die Ruhe auf der Wasserscheide rund ums Skilift-Beizli, währenddem die Kinder für 2 Stunden die Wintersportanlagen des Skigebiets Gantrisch Gurnigel nutzten.

Wetter
Das Wetter war uns dieses Jahr erneut freundlich gesinnt: Am Freitag Wolken mit Föhnlage, am Abend beginnender Schneefall, am Samstag anfangs schönes Wetter, dann Schneefall und gegen Abend aufklarendes Wetter mit herrlichem Sternenhimmel. Am Sonntag Bilderbuchwetter mit strahlendem Sonnenschein. Die Temperaturen bewegten sich in einem angenehmen Bereich: In den Nächten unter Null, tagsüber um Null Grad.

Pistenverhältnisse
Schnee hatte es bei der Anreise am Freitag nicht eben viel, doch waren die Pisten gut fahrbar. Die Schneefälle in der Nacht auf Samstag und dann tagsüber bis hinunter ins Flachland brachten aber das erhoffte zusätzliche Weiss und liessen die Landschaft am Sonntag wunderbar weich im Sonnenlicht glänzen und viele Tages-Ausflügler auf den Gurnigel zu locken.

Tschingel, we will be back!

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